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Musiktheater im Revier

Das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen

Werner Ruhnau (* 11. April 1922 in Königsberg (Preußen)) ist ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.

Leben Bearbeiten

Werner Ruhnau studierte von 1941 bis 1950 an der Technischen Hochschule Danzig, der Technischen Hochschule Braunschweig und der Technischen Hochschule Karlsruhe; er schloss sein Studium als Diplom-Ingenieur ab. Während seiner Arbeit im Baubüro der Landwirtschaftskammer Münster (1950 bis 1952) wohnte Ruhnau teilweise auf Baustellen. Hier kam ihm die Idee einer Wiederbelebung der mittelalterlichen Bauhütte. 1953 gründete er mit Harald Deilmann, Ortwin Rave und Max van Hausen das Architektenteam im Baubüro der Landwirtschaftskammer. Sie realisierten unter anderem das Stadttheater in Münster und gewannen den Wettbewerb für das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen. Vor der Realisierung des Theaters in Gelsenkirchen stieg Harald Deilmann aus dem Team aus.

1956 gründete Ruhnau in Gelsenkirchen ein eigenes Büro und erhielt dort den Auftrag zum Bau des Musiktheaters. Gemeinsam mit den Künstlern Yves Klein, Paul Adams, Paul Dierkes, Norbert Kricke und Jean Tinguely schuf er mit diesem großen, vom Bauhaus beeinflussten Theaterbau seine wichtigste Arbeit. Hier setzten Ruhnau und die Künstlergruppe die Idee der Bauhütte in die Tat um. Man wohnte auf der Baustelle, Ingenieure und Künstler arbeiteten Hand in Hand.

Von 1965 bis 1967 hatte Ruhnau eine Professur an der Laval-Universität und der École d'Architecture Montreal inne. Von 1971 bis 1972 lehrte Ruhnau an der Universität Köln, Institut für Theaterwissenschaft. Er ist Mitglied des Deutschen Werkbundes, dessen Landesvorsitzender er auch zeitweise war.

Testamentarisch hat sich Werner Ruhnau verpflichtet, sich in der Kasseler Künstler-Nekropole beerdigen zu lassen.

Projekte Bearbeiten

  • 1952–1955: Stadttheater Münster (mit Harald Deilmann, Max von Hausen, Ortwin Rave)
  • 1959: Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen (mit Max von Hausen, Ortwin Rave)
  • 1972: Großraumbüro der Firma Herta KG, Herten
  • 1972: Olympische Spielstraße, München
  • 1977: Modellschule, Remscheid (mit Busmann + Haberer, Manuel Reig)
  • 1985: Wohnhaus Piltz, Düsseldorf (mit Horst Lerche)
  • 1985: Verwaltungsgebäude der Flachglas AG, Gelsenkirchen (mit Adolf Luther)
  • 1986: Werkbundsiedlung Oberhausen (mit Heinz Döhmen, Wolfgang Meisenheimer, Mirko Schul, Hanns Uelner, Richard Bödeker)
  • 1995: Umbau des Theaters der Altmark, Stendal (u. a. zwei Podienklaviere mit Reihenpodien) (mit Leonardo Mosso, V. A. Wölfl)
  • 1995: Grabmal Werner Ruhnau in der Nekropole Kassel (mit Jochen Leyendecker)

Weblinks Bearbeiten

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