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Die jüdische Gemeinde in Buer gehörte bis 1932 noch zur Hauptgemeinde Dorsten und errichtete erst im Jahre 1922 eine eigene Synagoge an der Maelostraße. An der Stelle, an der heute das Hallenbad steht.

Dem vorangegangen waren intensivste Bestrebungen der Gemeindemitglieder, sich von ihrer Hauptgemeinde zu lösen, nachdem man erst am 29. Oktober 1910 eine Zweiggemeinde gegründet hatte. Sie war damit eine von vier Zweiggemeinden Dorstens (Stadt Dorsten, Kirchhellen, Marl, Lembeck-Altschermbeck), Buer (Buer, Horst, Westerholt), Gladbeck und Bottrop (Bottrop und Osterfeld). Zuvor hatten sich seit 1906 im alten Amtshaus von Buer zu Gebeten an Feiertagen versammelt. Später mietete man einen Raum im Gasthaus „Zum Schlachtfeld“ (zwischen Sedanstraße und Königgrätzer Straße). 1913 wurde dann die Selbstständigkeit beantragt, welche jedoch zurückgewiesen wurde.

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Als die Gemeinde anwuchs und klar wurde, dass immer mehr Menschen an den Gebeten teilnehmen würden, begann man mit der Planung einer eigenen Synagoge. Für diese stellte die Stadt Buer ein Gründstück an der Maelostraße zur Verfügung und so wurde die Synagoge am 12. November 1922 eingeweiht. Später kamen auch Juden aus Horst zu den Gebeten nach Buer. 1931 löste sich die Hauptgemeinde Dorsten auf und so wurde der Weg zur Selbstständigkeit der Gemeinde Buer und Westerholt frei. 1932 wurde dieser Schritt auch getan.

Am 9. November 1938 wurde die Synagoge angezündet. Sie brannte bis auf die Grundmauern nieder und wurde in der Folge abgerissen.