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St. Laurentius ist eine Katholische Kirche im Ortsteil Horst, Zum Bauverein 34 .

Vorgeschichte Bearbeiten

  • 27.Mai.1906: Der Kirchenvorstand der Muttergemeinde St. Hippolytus beschließt in der Horster Mark ein Grundstück für den Bau einer neuen Kirche zu kaufen und die Horster Mark südlich des Schleusengrabens von der Pfarre Horst, also von Horst Süd abzutrennen.
  • 4. August 1907: Grundsteinlegung
  • 22. Dezember 1907: Die neue Pfarrkirche wird durch den Bischof Dingelstad aus Münster konsekriert.
  • 1925 - 1938: Die Pfarrgemeinde entwickelt sich und die Bautätigkeiten nehmen zu. Man begann mit Haus- und Kirchensammlungen um Geld für die Gemeinde zu erhalten. Eine Heizung war 1926 die erste große Anschaffung, anschl. erhielt die Kirche eine große, neue Orgel. 1928 kamen neue Bänke hinzu.
  • 1931 erhielt die Jugend endlich ihr Jugendheim. Das Jugenheim enthielt einen Festsaal, 2 Grupppenräume, Bücherei, Kegelbahn und die Hausmeisterwohnung.
  • 1945 wird die Kirche vollkommen zerstört.
  • 1949 Der Architekt Dr. Paul Günther baut eine Notkirche mit 200 Plätzen an der Straße Zum Bauverein.

Geschichte Bearbeiten

Am 17. Januar 1952 beschließt der Kirchenvorstand eine Denkschrift, den Kirchbau betreffend; Generalvikar Dr. Pohlschneider soll diese dem Diözesanbischof Dr. Michael Keller vorlegen. Der Essener Architekt Dr. Wilhelm Seidensticker bekommt den Auftrag; sein Entwurf ist städtebaulich orientiert und hält eine gewisse Nähe zu benachbarten Industriearchitekturen. Der 1. Mai 1953 bringt den „ersten Spa­tenstich"; am 15. August 1953 erfolgt die Grundsteinlegung, und am 18./19. September 1954 kann Weihbischof Baaken, Münster, das neue Got­teshaus konsekrieren. Erstellt wurde der Bau durch die Firma Heinrich Meese zu Buer.

Ausstattung Bearbeiten

Der Turm steht an der Südostecke und korrespondiert mit dem weiter östlich gelegenen Förderturm der Zeche Nordstern. Auf der gesamten Breite des Kirchenschiffs befinden sich Fenster mit dem Thema „Letztes Gericht“ und „Ende der Welt“ von Ludwig Baur, Telgte. Das neue Bronzeportal wird 1983 gesegnet. Es stammt von dem Bild­hauer Helmut Schlüter aus Haltern und zeigt (von links) in der oberen Reihe vier Heilige mit Bezug auf Horst: Barbara als Patronin der Bergleute, Laurentius als Hauptpatron der Kirche, die Gottesmutter wegen ihrer besonderen Verehrung in dieser Pfarre und Theresia als Zweitpatronin der Kirche. Im Innern finden sich Patroziniumsfiguren (Laurentius und Theresia) des Bottroper Meisters Fi­schedick. Hinter der Kirche befindet sich der aus der alten Dorstener Franziskanerkirche stammenden Kreuzweg von Professor Sutor, dessen Gekreuzigter (12. Station) noch aus der alten Kirche, die Gruppe Johannes und Maria aber von der Hand des niederrheinischen Bildhauers Jan Tefert stammen. Das den Raum beherr­schende Mosaik hinter dem Hochaltar mit der Erwählung Mariens gestaltete Ludwig Baur, von dem auch die Entwürfe von Ambo und Tabernakel­stele stammen. Am Gang zur Krypta steht eine alte Ma­donna mit Kind (klassisch-barock, um 1630) von einem süddeutschen Meister. In der an der Straßenseite liegenden Taufkapelle ein Mosaik mit dem Schlangen­motiv und einem Gipsschnitt an der Rückwand; letzterer zeigt die im Gottesgeist sich prägende Dynamik in einer eher nichtgegenständlichen Stilart. In der Kryp­ta ein Wandbehang des Baur-Schülers Josef Diekmann. Die Fenster im Oberga­den der Kirche, ebenfalls von Ludwig Baur, zeigen in je sieben Beispielen die Sakramente und ihre Entsprechungen im Alten Testament. Draußen im Innen­hof eine „Via dolorosa" mit Bronzen des Rheiner Bildhauers Krautwald.

Pfarrer Bearbeiten

  • Bernhard Heckmann (seit 1907 Rektor; Pfarrer 1911 bis 1915)
  • Pfarrer Hermann Leugers (1915 bis 1923)
  • Pfarrer Josef Hör­sting (1923 bis 1934)
  • Pfarrer Johannes Pooth (1934 bis 1943)
  • Pfarrer Philipp Halbeisen (1943 bis 1948)
  • Pfarrer Heinrich Oenning (1948 bis 1951)
  • Pfarrer und Dechant Josef Dördelmann (1951 bis 1968)
  • Pfarrer Leonhard Haddick

Die Kath. Pfarrkirche St. Laurentius mit Krypta, Kapelle, Turm,und anderem steht seit dem 6. Juli 2004 auf der Denkmalliste.

WeblinksBearbeiten

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{{#set:Forumlink=http://www.gelsenkirchener-geschichten.de/viewtopic.php?t=4770}} http://www.laurentius-online.de/laurent/chronik.htm

Quelle Bearbeiten

Kirchen gaben der Stadt den Namen - Katholisches Stadtsekretariat Gelsenkirchen - 1986