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Paul Sawitzki (* 1939 in Horst, † 13. März 1985 in Buer) war ein deutscher Maler und Objektkünstler.

1953 begann er eine Ziseleurlehre und wurde später Dekorationsmaler in einem Kaufhaus. 1965 erste Volkshochschulkurs in Druckgrafik und Aktzeichnen bei Kurt Janitzki. 1976 erhielt er ein Kunststipendium der Stadt Gelsenkirchen und und belegte ein Studium an der Kunst Akademie Düsseldorf bei Prof. Backenheim. 1975 war er Mitgründer der alternativen Künstlergruppe Mantelfabrik. 1977 wurde er als Kunstlehrer ans Grillo-Gymnasium berufen und 1981 auf Grund einer Erkrankung aus den Schuldienst entlassen.

EinzelausstellungenBearbeiten

  • 1973 Zimmergalerie Heiko Richter und Doris Richter;
  • 1975 Kunstverein Gelsenkirchen;
  • 1982 Künstlergemeinschaft "Zeche Unser Fritz". Beteiligung an Ausstellungen in Recklinghausen, Dortmund und Bonn.

NachrufBearbeiten

Ein tragisches Ereignis, das den Kunstverein Gelsenkirchen auf besondere Weise tangierte, wurde Anlass für eine umfangreiche Retrospektive des Gelsenkirchener Künstlers Paul Sawitzki im Jahr 1986. Paul Sawitzki starb am 13. März 1985 während einer Gesprächsrunde des Kunstvereins im Kunstmuseum Gelsenkirchen an einem Herzinfarkt. Kurz vorher war ihm eine Ausstellung im Kunstverein zugesagt worden. Aus dem Versprechen einer Einzelausstellung im Kunstverein wurde schließlich ein umfangreiches Präsentationsprogramm, unterstützt von einer Katalogdokumentation. Die vereinten Bemühungen von Museum, Kunstverein, Werkstatt und dem ehemaligen Freundeskreis um Heiko Richter, Peter Aust und anderen Mitstreitern in der "Mantelfabrik" galten dem mit 45 Jahren verstorbenen Gelsenkirchener Künstler Paul Sawitzki. Die Eröffnungsrede im Museum hielt Bernard P. Woschek, der auch das Katalogvorwort unter dem Titel "Paul Sawitzki: Kunstfigur, Schreiber, Zeichner, Maler, Drucker, Objektmacher" hielt. In der Retrospektive wurde nur ein kleiner Teil seines Werkes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine ungeheure Vielfalt an Gedanken, Gefühlen und Erkenntnissen ließ sich daraus ablesen, die Sawitzki manchmal direkt und aggressiv, genauso oft aber auch poetisch verschlüsselt äußerte. Vielleicht hätte er bei seiner ersten Einzelausstellung im Museum alles anders gemacht. Seine kleinformatigen Arbeiten widersetzen sich den üblichen Ausstellungsnormen. Aber Paul Sawitzkis Freunde waren daran gewöhnt zu sehen, zu lesen und sich mit einer Fülle unterschiedlicher Kunstäußerungen auseinander zu setzen. Paul Sawitzkis plötzlicher Tod wirkte wie ein dramatischer Schlusspunkt in einem Künstlerdasein voller Zweifel, Rückschläge, Krankheiten, mit wenigen Lichtblicken und Beweisen äußerer Anerkennung.

Nachruf von Anneliese Knorr, 1998

WeblinksBearbeiten

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