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Schalke Parkstadion

Das Parkstadion auf Schalke

Parkstadion 1998-09-12

Das Parkstadion vor der Partie Schalke 04 - 1. FC Nürnberg am 12. September 1998

Das Parkstadion in Gelsenkirchen war ein Fußball- und Leichtathletikstadion, in dem der Fußball-Verein FC Schalke 04 zwischen 1973 und 2001 seine Heimspiele austrug. Das Stadion fasste zunächst 70.600 Zuschauer, nach dem Umbau 1998 62.004 Zuschauer. Seit dem Umzug des FC Schalke in die Veltins-Arena war das Parkstadion weitestgehend ungenutzt und in Teilen auch bereits abgerissen. Auf dem Gelände der ehemaligen Südkurve entstanden ein Rehazentrum und ein Hotel. Nach dem Teilabriss standen noch ca. 23.000 Plätze zur Verfügung. 2008 folgt der Komplettabriss, an Stelle des Parkstadions werden Trainingsplätze und ein kleines Stadion für 10.000 Besucher gebaut.

GeschichteBearbeiten

Ab 1973 spielten die Schalker im Parkstadion. Zuvor spielten sie in der Glückauf-Kampfbahn in Schalke. Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft trug insgesamt acht Spiele im Parkstadion aus. Mit sechs Siegen und zwei Remis blieb Deutschland in diesem Stadion ungeschlagen. Des Weiteren fanden hier Bundesligaheimspiele von Rot-Weiß Essen (1975) und Borussia Dortmund (1977), das Entscheidungsspiel zur Bundesligarelegation 1991 zwischen den Stuttgarter Kickers und dem FC St. Pauli, drei Halbfinalspiele (Schalke-Köln 1980, Schalke-Bayern 1984, Oberhausen-Bayern 1999) und zwei Endspiele (Düsseldorf-Köln 1978 und 1980) des DFB-Pokals, drei Deutsche Meisterschaften der Leichtathletik (1975, 1981, 1987), mehrere Großkonzerte (u.a. Marius Müller-Westernhagen, Wolfgang Petry, Michael Jackson, Pink Floyd, Genesis und die Rolling Stones), und sogar eine Papstmesse (1987) statt. Internationale Bekanntheit erlangte das Stadion zudem als Austragungsort der WM 1974 mit einem Entscheidungsspiel der Qualifikation, fünf Spielen des Turniers sowie der EM 1988 mit zwei Spielen.

Parkstadion Rolltreppe

Rolltreppe im Parkstadion, März 2007

Zunächst sollte das Parkstadion Ruhrstadion heißen. Ironischerweise wurde aus dem damaligen Stadion Castroper Straße in Bochum später das Ruhrstadion. Ursprünglich sollte die Haupttribüne ein Zeltdach ähnlich dem des Münchener Olympiastadions erhalten. Dies wurde aus Kostengründen jedoch verworfen. Das Stadion verfügte zunächst über eine in der Nordkurve stehende Anzeigentafel. Später wurde in der Südkurve eine Videoleinwand eingebaut, die heute im Erzgebirgsstadion von Aue steht.

Die Anhänger von Schalke 04 standen in der Nordkurve, insbesondere im Block 5. Jedoch war auch der Block I im Oberrang der Haupttribüne in den späteren Jahren für gute Stimmung berühmt.

Obwohl das Stadion oft aufgrund seiner Weitläufigkeit geschmäht wurde, entwickelte sich in der Saison 1996/97 ein regelrechter Kult um die Schalker Heimspiele im UEFA-Pokal. Alle sechs Spiele, darunter auch das Finalhinspiel gegen Inter Mailand konnten ohne Gegentor überstanden werden, wodurch ein wesentlicher Grundstein für den überraschenden Schalker Europapokaltriumph gelegt wurde.

In seinen letzten Jahren litt das Stadion unter Alterserscheinungen insbesondere aufgrund von Bergschäden. Schalke-Präsident Günter Eichberg verkündete schon 1989 eine neue Arena mit Eröffnungstermin 1992. Es sollte jedoch noch bis 2001 dauern, bis das Parkstadion endgültig seine Tore schloss. Das letzte Bundesligaspiel im Parkstadion wurde für den FC Schalke 04 zu einem der schwärzesten Tage der Vereinsgeschichte. Am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2000/2001 gelang dem Klub dort ein 5:3-Sieg gegen die SpVgg Unterhaching. Durch den dramatischen Ausgleichstreffer des FC Bayern München beim Hamburger SV verloren die Schalker allerdings die schon sicher geglaubte Meisterschaft. Zuletzt wurden im Parkstadion nur noch Freundschaftsspiele gegen unterklassige Gegner ausgetragen. Das voraussichtlich letzte Fußballspiel im Parkstadion wird ein Freundschaftsspiel des FC Schalke gegen Heracles Almelo am 9. Oktober 2008 sein.

Der komplette Abriss des Parkstadions musste Anfang 2008 wegen Gefahrenstoffen in der Bausubstanz verschoben werden. Am 19. Mai. 2008 wurden die Abrissarbeiten durch die Firma Hellmich begonnen. Für den Abriss und die Entsorgung des Schutts sind acht bis zwölf Wochen vorgesehen. An Stelle des Parkstadions sollen Anfang 2009 Trainingsplätze und ein kleines Stadion für 10.000 Besucher für die Spiele der zweiten Mannschaft und der Nachwuchsmannschaften entstehen. [1]

Anfahrt Bearbeiten

  • A2 Abfahrt GE-Buer; der Beschilderung Arena/VELTINS-Arena folgen.
  • ÖPNV: Von Gelsenkirchen Hbf aus: Straßenbahnlinie 302 (Richtung GE-Buer-Rathaus, Haltestelle "VELTINS-Arena")

Quellen Bearbeiten

  1. focus.de: Ende der Nostalgie: Parkstadion wird abgerissen, 27. Dezember 2007

Weblinks Bearbeiten