FANDOM


Klaus-Peter Wolf (* 12. Januar 1954 in Gelsenkirchen) lebt als freier Schriftsteller und Drehbuchautor in der ostfriesischen Stadt Norden.

Leben Bearbeiten

Datei:Klaus-Peter Wolf.jpg

Klaus-Peter Wolf, geboren am 12. Januar 1954, lebt als freier Schriftsteller und Drehbuchautor in Norden (Ostfriesland). Seine Fernsehfilme wurden oft zu Einschaltquotenhits. Für sein Drehbuch zum Fernsehfilm „Svens Geheimnis“ erhielt er 1996 den Rocky Award for best made TV-movies (Kanada) und den Erich-Kästner-Preis (Berlin-Babelsberg), sowie 1998 den Magnolia Award Shanghai für das beste internationale Drehbuch. Den Anne-Frank-Preis erhielt er 1985 für Buch und Film „Die Abschiebung“ (Amsterdam).

Nach der Schulzeit in Gelsenkirchen, in der er bereits zu schreiben begonnen hatte, arbeitete Klaus-Peter Wolf als Zivildienstleistender in einem Jugendheim der evangelischen Kirche. Frühe Veröffentlichungen brachten ihm den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. 1979 hatte er bereits zehn Bücher veröffentlicht.

Mit Arbeitern der Firma Eurovia in Gelsenkirchen, die geschlossen werden sollte, schrieb er gemeinsam ein Stück über ihre Situation. Was als Straßentheater gedacht war, um den Kampf um die Arbeitsplätze zu unterstützen, wurde schließlich bei den Ruhrfestspielen 1977 im restlos überfüllten Theater uraufgeführt. Die Arbeiter spielten sich selbst.

Er war immer nah dran an denen, über die er schrieb. So lebte er z.B. mit einer kriminellen Jugendbande und veröffentlichte dann darüber den Roman "Dosenbier und Frikadellen", der ihn auf Anhieb einem großen Publikum bekannt machte.

Wolf leitet als Geschäftsführer den Literarischen Verlag Braun und ging mit 2,7 Millionen Minus pleite. Vor seinen Gläubigern flüchtete er in den Westerwald, wo er eine Initiative zur Unterstützung kurdischer Asylanten gründete. Daraus entstand sein Roman "Die Abschiebung oder Wer tötete Mahmut Perver?" Der Roman wurde verfilmt und vom ZDF ausgestrahlt.

Während Wolf in Nicaragua beim Aufbau einer Druckerei arbeitete, wurde ihm 1985 der Anne-Frank-Preis für Buch und Film „Die Abschiebung“ (Amsterdam) zuerkannt. Die Erlebnisse seiner Nicaragua-Zeit verarbeitete Wolf zu einer Revue, mit der er 1985/86 auf eine Tournee durch etliche nordrhein-westfälische Städte ging.

Anfang 1987 war Wolf mit Bernt Engelmann und Josef Reding, Max von der Grün, Hanna Schygulla, Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt bei den Teilnehmern einem von Tschingis Aitmatow und Michail Gorbatschow organisierten Runden Tisch über aktuelle Fragen des Weltfriedens in Moskau. Auch amerikanische Schriftsteller wie Norman Mailer und Graham Greene waren dabei.

Klaus-Peter Wolf gehörte zum Erneuererflügel der DKP. Nach längeren Reisen durch die Sowjetunion (über die er auch geschrieben hat) trat er 1987 enttäuscht aus der Partei aus. „Sozialismus ohne Demokratie ist für mich kein Zukunftsentwurf, sondern ein Alptraum.“ (Klaus-Peter Wolf)

Seine verdeckte Recherche als Mädchen- und Frauenhändler beschäftigte 1989 lange Zeit die Medien. Er hatte die Firma "Hot Pants für Mädchen- und Frauenhandel" gegründet, dafür eine Steuernummer beim Finanzamt erhalten und zwei Jahre lang die Szene der Mädchen- und Frauenhändler in Deutschland und der Schweiz erkundet. Dann schrieb er darüber den Roman "Traumfrau".

Klaus-Peter Wolf gilt als leidenschaftlicher Geschichtenerzähler. Seine Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt und über 8 Millionen mal verkauft. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Bettina Göschl und seiner Tochter Maxi Wolf produziert Klaus-Peter Wolf in letzter Zeit gern CDs für Kinder. Sie erscheinen im Jumbo-Verlag. Er hat fürs Fernsehen zahlreiche Psychothriller und Kriminalfilme geschrieben, u.a. für die Reihen „Tatort“ und „Polizeiruf 110“

Auszeichnungen Bearbeiten

  • ARGUS-Literaturpreis für die beste deutsche Kurzgeschichte, 1972
  • Förderpreis der Stadt Gelsenkirchen, 1975
  • Förderpreis des Landes NRW, 1977
  • Anne-Frank-Preis, 1985
  • Georg Weerth Preis der Zeitung der DKP "Unsere Zeit", 1986
  • Rocky award for best made TV-movies (Banff, Kanada), 1996
  • Erich-Kästner-Preis der Film- und Fernsehhochschule Babelsberg, 1996
  • Goldener Spatz der Filmfestspiele Gera, 1997
  • Nominierung für den Goldenen Löwen, 1997
  • Deutscher Jugendvideopreis 1997
  • Kalbacher Klapperschlange 1997
  • Magnolia Award Shanghai, 1998

Werke Bearbeiten

Kinderbücher Bearbeiten

  • Mein Freund Pinto, 1972
  • Das könnt ihr doch mit mir nicht machen, 1991
  • Die Drachenburg, 1996
  • Das magische Holz, 1996
  • Pauline und die Asphaltpanther, 1997
  • Leselöwen, Computer-, Drachen-,Seeräuber-,Pferdegeschichten, 1993–1997
  • Der Hexer von Bottrop, 1997
  • Lesetiger, Rittergeschichten, 1999
  • Drei tolle Nullen, 9 Bände, 1999
  • Jens-Peter und der Unsichtbare, 6 Bände, 1999
  • Monis Fantasiemonster, 1999
  • Tiger und Tom, 2 Bände, 2002
  • Adlerfeders gefährlicher Kampf, 2002
  • Anna im Land Verkehrtherum, 2003
  • Lesetiger, Ponyhofgeschichten, 2003
  • Seeungeheuer ahoi, 2003
  • Mutiger Ritter Kunibert, 2004
  • Das magische Abenteuer, 4 Bände, 2004
  • Leon und die wilden Ritter, 2004
  • Achat, der Engel aus dem Abflussrohr, 2005, ISBN 3-8067-5095-5
  • Achat - Engel reisen ohne Gepäck, 2006, ISBN 3-8067-5139-0
  • Meister der blauen Blitze, 2006, ISBN 3-7607-4047-2

Jugendbücher Bearbeiten

  • Zoff im Jugendheim, 1979 Weltkreis Verlag Dortmund
  • Dosenbier und Frikadellen, 1979
  • Ufos in unserer Stadt, 1980 Weltkreis Verlag Dortmund
  • Speedway ist unser Leben, 1980 Weltkreis Verlag Dortmund
  • Rock 'n' Roll im Reisebus, Brösels bayerische Gespensterjagd, 1980 Weltkreis Verlag Dortmund
  • Neonfische
  • Die Abschiebung, 1984 Benziger Verlag Zürich
  • Mörderisches Klassentreffen, 2001
  • Felix und die Kunst des Lügens, 4 Bände, 2003

Treffpunkt Tatort (arsEdition):

  • Der Einzelgänger 2006
  • Sklaven und Herren 2007
  • Die Maske 2007
  • Die Schlange 2008
  • Angriff der Xuna 2006
  • Licht am Ende des Tunnels 2009; ISBN 978-3-7607-2821-6

Erwachsenenbücher Bearbeiten

  • Dosenbier und Frikadellen, 1979
  • Die Abschiebung, 1986
  • Che - Meine Träume kennen keine Grenzen
  • Traumfrau, 1989
  • Vielleicht gibt´s die Biscaya gar nicht, 1994
  • Das Gen des Bösen, 1995
  • Feuerball, 1997
  • Donnas Baby, 1999
  • Karma-Attacke, 2001
  • Angriff der Xuna, 2006
  • Ostfriesenkiller, 2007
  • Ostfriesenblut, 2008
  • Ostfriesengrab, 2009
  • Ostfriesensünde, 2010

Filme Bearbeiten

  • Die Abschiebung, 1984, ZDF, unter der Regie von Marianne Lüdcke
  • Sportarzt Conny Knipper - Glühende Kohlen - Giganten, 1993–1994, WDR, unter der Regie von Kaspar Heidelbach - Stefan Luk, mit Dietmar Bär, u. v. a.
  • Polizeiruf 110 - Samstags, wenn Krieg ist, 1994, SDR, unter der Regie von Roland Suso Richter, mit Angelica Domröse, Heino Ferch, u.v.a.
  • Polizeiruf 110 - Hetzjagd, 1994, SDR, unter der Regie von Ute Wieland, mit Angelica Domröse, Stefan Reck, Erich Baer, u.v.a.
  • Air Albatros, 1994, SWR, unter der Regie von Michael von Mossner, mit Monika Baumgartner, Wolf Roth, Gaby Dohm, u.v.a.
  • Polizeiruf 110 - Kleine Dealer, große Träume, 1995, SDR, unter der Regie von Urs Odermatt, mit Angelica Domröse, Dominic Raacke, Nadja Uhl, Jürgen Vogel, Götz Otto
  • Svens Geheimnis, 1995, WDR, unter der Regie von Roland Suso Richter, mit Katharina Meinecke, Richy Müller, Christoph Erbslöh, u.v.a.
  • Polizeiruf 110 - Feuer, 1996, BR, unter der Regie von Maria Knilli, mit Gaby Dohm, Martin Glade, u.v.a.
  • Polizeiruf 110 - Im Netz der Spinne, 1997, BR, unter der Regie von Erwin Keusch, mit Max Volkert Martens, Andrea Sawatzki, Gaby Dohm, u. v. a.
  • Ein tödliches Wochenende, 1999, NDR, unter der Regie von Thorsten C. Fischer, mit Thomas Kretschmann und Andrea Sawatzki, u.v.a.
  • Das schwangere Mädchen, 2000, RTL, unter der Regie von Christoph Stark, mit Ulrike Folkerts, Volker Metzger, u.v.a.
  • Weil ich gut bin, 2002, WDR, unter der Regie von Miguel Alexandre, mit Dieter Landuris, Nele Hippe-Davies, N. Petri, J. Böwe, u. v. a.
  • Tatort - Abgezockt, 2004, ARD, unter der Regie von Christoph Stark, mit Ulrike Folkerts, Volker Metzger, ...
  • Tatort - Janus, 2004, ARD, unter der Regie von Klaus Gietinger, mit Andrea Sawatzki, Jörg Schüttauf, u.v.a.
  • Drei tolle Nullen, Wolfs Jugendbuch verfilmt
  • Sklaven und Herren (HR für die ARD, 2008, Regie Stefan Kornatz, mit Anna Thalbach, Franz Dinda, Paula Schramm
  • "Piraten-Jenny und Käpt´n Rotbart", Musical, ZDF / KIKA, gemeinsam mit Bettina Göschl

CDs und Musikkassetten Bearbeiten

  • Ritterfest und Drachentanz, Lieder und Geschichten von Rittern, Drachen und Seeungeheuern 2004
  • Indianerfeder und Büffeltanz, Lieder und Geschichten von Indianern, Regenmachern, Büffeln und kleinen Wölfen 2005
  • Gespensternacht und Monsterspuk, Lieder und Geschichten für Geisterstunden und Gänsehaut 2005
  • Piraten-Jenny und Käpt´n Rotbart 2006
  • Ponyspaß und Reiterglück 2007
  • Adventsgeflüster und Weihnachtszauber 2007
  • Dinospuk und Saurierflug 2008

Theater Bearbeiten

Der Film "Ein tödliches Wochenende" (ursprünglich als Theaterstück vorgesehen) wurde 2006 von Wolfs Reviertheater, einer nach Klaus-Peter Wolf benannten Theatergruppe im Ruhrgebiet als Uraufführung auf die Bühne gebracht.

Weblinks Bearbeiten

GG-Icon Thematisch passender Thread im Forum
{{#set:Forumlink=http://www.gelsenkirchener-geschichten.de/viewtopic.php?t=1118}}