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Datei:Hermann Fuchslocher.jpg

Hermann Fuchslocher (* 18. Juli 1889 in Esslingen; † 7. Mai 1964 in Gelsenkirchen.) war von 1923 bis 1954 Stadtbaurat, bzw. Baudezernent, von Gelsenkirchen.

LebenBearbeiten

Nach dem Schulbesuch besuchte Fuchslocher von 1907 bis 1911 die Technische Hochschule in Stuttgart und schloss sein Studium als Diplom-Ingenieur ab. Nach dem Militärdienst fand er ab 1. Juli 1914 eine Arbeitsstelle als Architekt und Bauleiter in Buer. Diese Tätigkeit wurde dann unterbrochen durch seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg, zu dem er bereits am 2. August 1914 einberufen wurde.

Bis Ende 1917 stand er im Feld, offiziell wurde er Anfang Januar 1919 als Leutnant der Reserve aus der Armee entlassen. In der Zwischenzeit, am 30. Januar 1918, legte er – aufbauend auf sein Diplom – das 2. Staatsexamen ab und führte fortan zusätzlich den Titel „Regierungsbaumeister“. Fuchslocher nahm seine Arbeit beim Hochbauamt der Stadt Buer wieder auf und wurde zum 1. April 1920 als Stadtbauinspektor ins Beamtenverhältnis übernommen. Zum 1. Mai 1923 wurde er zum Stadtbaurat und besoldeten Magistratsmitglied befördert.

Nach der Zusammenlegung von Gelsenkirchen, Buer und Horst 1928 wählte die Stadtverordnetenversammlung ihn am 27. Juni 1928 zum Beigeordneten für das Baudezernat der Gesamtstadt Gelsenkirchen. Der Gelsenkirchener Stadtbaurat und Beigeordnete Max Arendt ging bei dieser Gelegenheit mit knapp 62 Jahren in den Ruhestand und Fuchslocher konnte somit die Funktion des Stadtbaurates für die vergrößerte Kommune Gelsenkirchen übernehmen .

Unmittelbar nach seiner Wahl trat er der Deutschen Volkspartei (DVP) bei und blieb deren Mitglied bis 1933. 1931 entsandte der Stadtkreis Gelsenkirchen Fuchslocher als Abgeordneten zur Generalversammlung der Emschergenossenschaft und 1937 wurde er in dieser Funktion für weitere sechs Jahre bestätigt. Auch nach der »Machtergreifung« der Nationalsozialisten blieb Fuchslocher als Baudezernent, ab 1935 unter der Amtsbezeichnung Stadtbaurat, im Amt, obgleich die Nationalsozialisten bereits im August 1933 gegen ihn und den ehemaligen Oberbürgermeister Emil Zimmermann ein Dienststrafverfahren wegen angeblicher Pflichtwidrigkeiten im Amt einleiteten. Fuchslocher wurde 1936 zur Zahlung einer Geldstrafe von einhundert Reichsmark verurteilt. Der NSDAP trat Fuchslocher am 1. Mai 1937 unter der Mitgliedsnummer 5.296.348 bei.

Am 13. Juni 1945 wurde Hermann Fuchslocher offiziell bis auf weiteres beurlaubt, die „Wiederzulassung“ erfolgte am 12. Februar 1946. Am 16. Juli 1947 beschloss die Gelsenkirchener Stadtverordnetenversammlung, seine Amtszeit um sechs Jahre bis zum 15. Juli 1953 zu verlängern. Am 31. Juni 1947 wurde er im Zuge des Entnazifizierungsverfahrens in die Kategorie IV eingeordnet.

Er wurde von der neuen Stadtverwaltung übernommen und blieb als Baudezernent im Dienst der Stadt Gelsenkirchen. Fuchslocher trat zum 1. August 1954 in den Ruhestand und verstarb am 7. Mai 1964 in Gelsenkirchen.

WerkBearbeiten

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QuelleBearbeiten

Quelle: Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalismus" Katalog zur Dauerausstellung ISG, bearbeitet von Stefan Goch