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Die Heilige Familie ist eine katholische Kirche in Bulmke-Hüllen.

Das Gebiet von Bulmke gehörte seit dem Jahre 800 zur Propsteikirche St. Gertrudis von Brabant in Wattenscheid. 1861 kam Bulmke zur Gemeinde St. Augustinus Gelsenkirchen.

Der erste Spatenstich fand am 2. Mai 1899 statt. Am 8. Dezember 1901 wurde die Kirche mit einem Festhochamt eingeweiht. Die Kirche war aber zunächst nur eine große Kapelle, die Hälfte der späteren endgültigen Kirche, ohne Turm, nur mit einem großen Dachreiter in der Vierung. Bulmke wurde 1902 eine eigenständige Pfarrei. Das Grundstück, auf dem die Kirche steht, schenkte die Bauernfamilie Böhling. Sein Wert wurde 1901 mit 14 000 Mark angegeben.

Der heutige Bau als neugotische Basilika mit hohem Hauptschiff und niedrigeren Seiten­schiffen geht auf die Jahre 1908/1909 zurück. Diesen Bau konsekriert der Bischof von Paderborn, Karl Joseph Schulte, am 11. Juli 1912.

Am 18. und 19. Juni 1940 wurden durch eine Bombe sämtliche Fenster der Kirche zerstört. Anfang 1942 wurden die wieder drei großen Glocken beschlagnahmt. Am 5. November 1943 fiel ein Blindgänger in das Mittelschiff der Kirche, dabei wurde auch der Glockenturm stark beschädigt. Am 12./13. und 27. September 1944 richteten unzählige Zielmarkierungsbomben an der Kirche schwere Schäden an. Am 6. November 1944 wurde die Pfarrkirche fast total zerstört. Das Dach der Kirche wurde von Kanistern durchschlagen und in wenigen Minuten stand alles in Flammen. Am 5. und 19. März 1945 wurde die Kirche durch Volltreffer total zerstört.

Von 1947 bis 1957 mußte die Gemeinde den Kettelersaal als Notkirche be­nutzen. Erst 1953 konnte man an den Wiederaufbau der Pfarrkirche gehen. Am 2. März 1957 wurde der neue Hochaltar konsekriert. Architekt der Kirche im Baujahr 1901 war M.J. Scherer aus Gelsenkirchen, den Um- und Erweiterungsbau ab 1908 leitete der Architekt Josef Franke. Den Wiederaufbau von 1953 bis 1957 führte der Architekt C. H. Quacken durch.

Das wieder aufgebaute Kirchengebäude erhielt Anfang 1972 nach der Instandsetzung der Außenfassade einen völlig neu gestalteten Innenraum. Auslösender Grund für die Renovierung war, dass der Innenraum der Kirche wegen des hohen Mittelschiffs zu hohe Heizungskosten verursachte oder kaum noch zu beheizen war. Deshalb wurde der Innenraum um ca. 40 % verkleinert. 1989 wurde der gesamte Kirchturm renoviert. Die Seitenschiffe erhielten neue Fenster. Die Werktagskapelle wurde in den Jahren 1992/93 umgebaut, und sie erhielt den Namen „Barbara-Kapelle“.

Ab 2007 wurde durch die Neuordnung des Bistums Essen die Gemeinde Heilige Familie zusammen mit den Gemeinden Herz Jesu Hüllen, Liebfrauen, St. Georg, St. Josef, Thomas-Morus-Kirche, Mariä Himmelfahrt in Rotthausen, Sankt Barbara in Rotthausen und Heilig Kreuz zur Propsteikirche St. Augustinus zusammengelegt.


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