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Haus Leythe ist ein ehemaliges Rittergut in Erle.

Die Freiherren und späteren Grafen von Nesselrode-Reichenstein zu Herten waren seit 1725 Besitzer der Burg. Damals starb der kinderlose Schloßherr von Leythe, Bernd Dietrich von Ovellacker. Er vermachte den gesamten Besitz seinem Freunde und Nachbarn, dem vestischen Statthalter Franz, Freiherrn von Nesselrode-Reichenstein. Die mittelalterliche Burg Leythe wird urkundlich erstmals um 1377 erwähnt. Auf ihr saß als Lehnsmann der Kölner Erzbischöfe Wennmar von der Leythen mit seinen Rittern und schirmte das kurkölnische Vest Recklinghausen gegen die Einfälle der Märkischen Truppen auf Schloß Grimberg ab.

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Nach dem wechselvollen Auf und Ab der Geschlechter und der Zeitläufe, das auch Haus Leythe arg beutelte, entdecken wir auf zeitgenössischen Bildern einen Herrensitz, der die typischen Renaissancemerkmale einer münsterländischen Wasserburg zeigt: Ein Schoß Leythe, welches sich an Größe und Schönheit durchaus mit Schlössern wie Herten und Schloss Berge messen lassen konnte. Es entstand im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts. Um 1800 herum wurde im Schloß nicht mehr residiert. Die von Nesselrode-Reichenstein repräsentierten lieber in Herten und vermieteten Leythe als Pachtgut. Das hatte den Niedergang zur Folge, dessen Endpunkt gegen 1860 der völlige Abbruch war. Auf den Grundmauern wurde ein zweistöckiges Gutshaus aus Backsteinen errichtet, das in keiner Weise mehr an die alte Burg erinnert. Die Zeche Graf Bismarck erwarb später große Teile des Grundbesitzes und nahm dort 1894 mit dem Schacht 3 in unmittelbare Nähe des Gutshofes die Kohleförderung auf. Ein Brand im Jahre 1955 vernichtete die bis dahin noch vorhandenen alten Scheunen . Heute befindet sich auf dem Gelände der Gelsenkirchener Golf Club Haus Leythe e.V.

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