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Günther Braun (*14. Januar 1926 in Wilhelmshaven, †???) war ein deutscher Lyriker und Autor, der in Gelsenkirchen als Mathe-, Physik- und Chemielehrer arbeitete. Bekannt wurde er vor allem für seine Limericks.

Leben Bearbeiten

Günther Braun begann seine Lehrer-Laufbahn in Norddeutschland, wurde jedoch an die Gelsenkirchener Gerhart-Hauptmann-Realschule an der Grenzstraße versetzt. In den 1970er Jahren wechselte er ans Grillo-Gymnasium.

Zeitzeugen beschreiben ihn als einen schwierigen, gehemmten Charakter, der als Lehrer schwer zugänglich und bisweilen leicht reizbar war. Sein eigentliches Potential konnte er in seinem Beruf kaum entfalten, da er von vielen Schülern nicht als Respektsperson anerkannt wurde. Wer ihn dagegen privat kannte, schätzte ihn als zwar verschrobenen, jedoch liebenswerten und geistreichen Menschen, der sehr belesen war und täglich Gedichte schrieb. Auch unterstützte er junge Autoren wie Klaus-Peter Wolf. Seine Limericks veröffentlichte er in Zeitschriften wie dem "Playboy" sowie in eigenen Buchpublikationen. Auch belieferte er Funk und Fernsehen mit Versen und Quizfragen, etwa die Sendung "Der große Preis".

Günther Braun verbrachte seinen Urlaub mit Vorliebe in den Niederlanden, wohin er auch Klassenfahrten begleitete.

Werk Bearbeiten

Günther Braun war vor allem in der kurzen, heiteren Form beheimatet. Seine Limericks fallen oft durch kreativen Sprachgebrauch wie z.B. die Zweckentfremdung fremdsprachlicher Schreibweisen [1] oder den Einsatz von Postleitzahlen [2] auf.


Einer seiner bekanntesten Limericks zu Gelsenkirchen:

Tragischer Tod
Ein Halbstarker (†) in Gelsenkirchen
verpichelt' dort etliche Bierchen.
Dann fühlt' er sich stark,
und im Löwenpark
liebkost' er die "niedlichen Tierchen".


Auch Clerihews gehören zu Brauns Werk. [3]

Das Schaf,
weil's brav,
gilt drum
als dumm.


In seinem 1982 erschienen Buch "Mit Zucker, Brot und Notenpeitsche" [4] verabeitete er auch lokale Ereignisse, wie den Skandal um das Sozialwerk St. Georg auf satirische Weise. Neben seinen humorvollen Versen soll er auch ernstere Chansons verfasst haben.

Bibliographie Bearbeiten

  • "Gereimt ist alles moeglich - Leicht sinnige Limericks & Clerihews mit Illustrationen von Joachim Kupke", Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1974. ISBN 3-421-01698-4
  • "Mit Zucker, Brot und Notenpeitsche - Ein heiteres Pädagogikum", 1982

Literatur Bearbeiten

  • "Sie schreiben in Gelsenkirchen", 1977, Dt. Bibliothek

Quellen Bearbeiten

  1. Fremdsprachenlimericks
  2. Postleitzahlenlimericks
  3. Clerihews
  4. "Ex-Pauker lehrt über Limericks", WAZ, 8. April 1982

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