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Elisabeth Nettebeck (* 11. Oktober 1896 in Gelsenkirchen-Schalke; † 11. Oktober 1969) war eine deutsche Politikerin und Landtagsabgeordnete der CDU.

Leben und Beruf Bearbeiten

Nach dem Besuch der Volksschule und des Gymnasiums mit dem Abschluss des Abiturs studierte sie und legte das Lehrerinnenexamen für Volks- und Höhere Schulen ab. Am 9. März 1917 wurde Ihr "Das Zeugnis der Lehrbefähigung für Lyzeen, Mittelschulen und Volksschulen“ durch die Königliche Prüfungskommission zu Essen ausgestellt. Nach einer kurzen Phase als Lehrerin wendete sie sich der katholischen Frauenbewegung zu.

Sie war stellvertretende Vorsitzende der Diözesangemeinschaft des Katholischen Deutschen Frauenbundes im Bistum Essen und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Erwachsenenbildungseinrichtungen in NRW. 1923 wurde sie Geschäftsführerin des Katholischen Deutschen Frauenbundes.

Mitglied der CDU wurde Nettebeck 1946, sie war u. a. Mitglied des Kulturpolitischen Ausschusses der CDU-Bundespartei. Im Kulturpolitischen Ausschuss des Landtags setzte sie sich für Bau eines modernen Theaters in Gelsenkirchen ein und erreichte, dass der Rat dem Bau des Musiktheater im Revier zustimmte. Architekten und Künstler feierten Nettebeck als "Mutter der neuen Theaters". Heute erinnert eine Bronzetafel im Foyer des Theaters an sie. In Gelsenkirchen wurde der Elisabeth-Nettebeck-Platz nach ihr benannt.

Abgeordnete Bearbeiten

Vom 5. Juli 1950 bis zum 23. Juli 1966 war Nettebeck Mitglied des Landtag Nordrhein-Westfalen. In der zweiten Wahlperiode wurde sie im Wahlkreis 096 Gelsenkirchen-West direkt, ansonsten wurde sie über die Landesliste ihrer Partei gewählt.

Dem Stadtrat der Stadt gehörte sie ab 1946 an.

Im Jahre 1964 legte Elisabeth Nettebeck ihr Amt als Ratsfrau nieder. Am 5. Dezember 1964 wurde Sie mit dem päpstlichen Orden "Pro ecclesia et pontifice" (für Kirche und Papst) ausgezeichnet. Außerdem wurde Ihr das Bundesverdienstkreuzes verliehen.

Weblinks Bearbeiten