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Die Freiherren und späteren Grafen von Nesselrode-Reichenstein zu Herten waren seit 1725 Besitzer der Burg. Damals starb der kinderlose Schloßherr von Leythe, Bernd Dietrich von Ovellacker. Er vermachte den gesamten Besitz seinem Freunde und Nachbarn, dem vestischen Statthalter Franz, Freiherrn von Nesselrode-Reichenstein.
 
Die Freiherren und späteren Grafen von Nesselrode-Reichenstein zu Herten waren seit 1725 Besitzer der Burg. Damals starb der kinderlose Schloßherr von Leythe, Bernd Dietrich von Ovellacker. Er vermachte den gesamten Besitz seinem Freunde und Nachbarn, dem vestischen Statthalter Franz, Freiherrn von Nesselrode-Reichenstein.
Die mittelalterliche Burg Leythe wird urkundlich erstmals um 1377 erwähnt. Auf ihr saß als Lehnsmann der Kölner Erzbischöfe Wennmar von der Leythen mit seinen Rittern und schirmte das kurkölnische Vest Recklinghausen gegen die Einfälle der Märkischen Truppen auf [[Schloß Grimberg|Schloss Grimberg]] ab.
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Die mittelalterliche Burg Leythe wird urkundlich erstmals um 1377 erwähnt. Auf ihr saß als Lehnsmann der Kölner Erzbischöfe Wennmar von der Leythen mit seinen Rittern und schirmte das kurkölnische Vest Recklinghausen gegen die Einfälle der Märkischen Truppen auf [[Schloss Grimberg]] ab.
 
[[Datei:Haus Leythe 2008.jpg|thumb|Haus Leythe (2008)]]
 
[[Datei:Haus Leythe 2008.jpg|thumb|Haus Leythe (2008)]]
Nach einem wechselvollen Auf und Ab der Geschlechter und der Zeitläufe, das auch Haus Leythe arg beutelte, stellen zeitgenössische Bildern einen Herrensitz dar, der die typischen Renaissance-Merkmale einer münsterländischen Wasserburg zeigt: Ein Schloss Leythe, das sich an Größe und Schönheit durchaus mit Schlössern wie Herten und [[Schloss Berge]] messen lassen konnte. Es entstand im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts.
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Nach dem wechselvollen Auf und Ab der Geschlechter und der Zeitläufe, das auch Haus Leythe arg beutelte, entdecken wir auf zeitgenössischen Bildern einen Herrensitz, der die typischen Renaissancemerkmale einer münsterländischen Wasserburg zeigt: Ein Schoß Leythe, welches sich an Größe und Schönheit durchaus mit Schlössern wie Herten und [[Schloss Berge]] messen lassen konnte. Es entstand im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts.
Um 1800 herum wurde im Schloss nicht mehr residiert. Die Familie von Nesselrode-Reichenstein repräsentierte lieber in Herten und vermietete Leythe als Pachtgut.
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Um 1800 herum wurde im Schloß nicht mehr residiert. Die von Nesselrode-Reichenstein repräsentierten lieber in Herten und vermieteten Leythe als Pachtgut.
 
Das hatte den Niedergang zur Folge, dessen Endpunkt gegen 1860 der völlige Abbruch war.
 
Das hatte den Niedergang zur Folge, dessen Endpunkt gegen 1860 der völlige Abbruch war.
 
Auf den Grundmauern wurde ein zweistöckiges Gutshaus aus Backsteinen errichtet, das in keiner Weise mehr an die alte Burg erinnert.
 
Auf den Grundmauern wurde ein zweistöckiges Gutshaus aus Backsteinen errichtet, das in keiner Weise mehr an die alte Burg erinnert.
Die [[Zeche Graf Bismarck]] erwarb später große Teile des Grundbesitzes und nahm dort 1894 mit dem Schacht 3 in unmittelbare Nähe des Gutshofes die Kohleförderung auf. Ein Brand im Jahre 1955 vernichtete die bis dahin noch vorhandenen alten Scheunen.
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Die [[Zeche Graf Bismarck]] erwarb später große Teile des Grundbesitzes und nahm dort 1894 mit dem Schacht 3 in unmittelbare Nähe des Gutshofes die Kohleförderung auf. Ein Brand im Jahre 1955 vernichtete die bis dahin noch vorhandenen alten Scheunen .
 
Heute befindet sich auf dem Gelände der Gelsenkirchener [[Golf Club Haus Leythe|Golf Club Haus Leythe e.V.]]
 
Heute befindet sich auf dem Gelände der Gelsenkirchener [[Golf Club Haus Leythe|Golf Club Haus Leythe e.V.]]
   
 
Als Bodendekmal steht Haus Leythe seit dem 17. Oktober 1984 auf der [[Denkmalliste]].
 
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Version vom 27. Juni 2010, 10:19 Uhr

Datei:Haus Leythe um 1723.jpg
Haus Leythe ist ein ehemaliges Rittergut in Erle.

Die Freiherren und späteren Grafen von Nesselrode-Reichenstein zu Herten waren seit 1725 Besitzer der Burg. Damals starb der kinderlose Schloßherr von Leythe, Bernd Dietrich von Ovellacker. Er vermachte den gesamten Besitz seinem Freunde und Nachbarn, dem vestischen Statthalter Franz, Freiherrn von Nesselrode-Reichenstein. Die mittelalterliche Burg Leythe wird urkundlich erstmals um 1377 erwähnt. Auf ihr saß als Lehnsmann der Kölner Erzbischöfe Wennmar von der Leythen mit seinen Rittern und schirmte das kurkölnische Vest Recklinghausen gegen die Einfälle der Märkischen Truppen auf Schloss Grimberg ab.

Datei:Haus Leythe 2008.jpg

Nach dem wechselvollen Auf und Ab der Geschlechter und der Zeitläufe, das auch Haus Leythe arg beutelte, entdecken wir auf zeitgenössischen Bildern einen Herrensitz, der die typischen Renaissancemerkmale einer münsterländischen Wasserburg zeigt: Ein Schoß Leythe, welches sich an Größe und Schönheit durchaus mit Schlössern wie Herten und Schloss Berge messen lassen konnte. Es entstand im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts. Um 1800 herum wurde im Schloß nicht mehr residiert. Die von Nesselrode-Reichenstein repräsentierten lieber in Herten und vermieteten Leythe als Pachtgut. Das hatte den Niedergang zur Folge, dessen Endpunkt gegen 1860 der völlige Abbruch war. Auf den Grundmauern wurde ein zweistöckiges Gutshaus aus Backsteinen errichtet, das in keiner Weise mehr an die alte Burg erinnert. Die Zeche Graf Bismarck erwarb später große Teile des Grundbesitzes und nahm dort 1894 mit dem Schacht 3 in unmittelbare Nähe des Gutshofes die Kohleförderung auf. Ein Brand im Jahre 1955 vernichtete die bis dahin noch vorhandenen alten Scheunen . Heute befindet sich auf dem Gelände der Gelsenkirchener Golf Club Haus Leythe e.V.

Als Bodendekmal steht Haus Leythe seit dem 17. Oktober 1984 auf der Denkmalliste.

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